Autor: Andreas Struck

  • Aus der Dunkelheit

    Die Weite, dich

    am Abend, am Ufer anspricht

    Verweile Wanderer

    es gibt nichts mehr zu halten

    eine Welt ist geschehen

    und du hast sie gesehen

    mit Glück und ihrem Schmerz

    bis tief in dein Herz

    klopfende Zwänge

    aus all der Enge

    sie sind nun fort

    an einem anderen Ort

    es war ein durstiges Trinken

    jetzt Feenhände dir winken

    ein langes Leben

    endlich vergeben

    im Spiegel der Tautropfen

    deine Worte auf Silber klopfen

  • Die Weite über dem Staffelsee

    Die Weite über dem Staffelsee

    Einmal um den Staffelsee gehen. Der Nachmittag beginnt in Murnau. Spaziergang der Sinne im Frühjahr. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Der kräftige Wind läßt am Abend überraschend nach und es legt sich eine spiegelglatte Grenzschicht über den Seegrund. Es bleibt nur noch ein Staunen und Schauen über die Tiefe und die Weite. Am Horizont die Berge mit Schnee. Nach Sonnenuntergang dann weiter zu Fuß nach Uffing zum Bahnhof.

    Die Weite über dem Staffelsee.

    Ein See, der es in sich hat. Bereits 2004 war ich hier zum Staunen und Schauen unterwegs. Damals noch analog mit Film und dann mit Film-Scanner den entwickelten Farbfilm digitalisiert. Und eine ganz andere Lichtstimmung gabe es im Blauen Licht an diesem See.

  • Abendstimmung am Schwansee

    Abendstimmung am Schwansee

    Spiegelglatte Seeoberfläche vor und kurz nach Untergang der Sonne. Ungewöhnliche Windstille nach leichtem Schneefall. Ein besonderer Moment ohne Eisfläche über dem Seegrund. Es bleibt nur das Staunen und staunen darüber. Niemand sonst ist hier.

    Abendstimmung am Schwansee I

    Abendstimmung am Schwansee II

  • We are closed

    We are closed

    Der Betrieb von navama – technology for nature wurde 2022 eingestellt. Die Webseite www.navama.com ist eingestellt.

    The operation of navama – technology for nature was finally closed within 2022. The webside www.navama.com is turned off.

    Volunteered tranparent fishing activity in South Pacific. A global transparent monitoring system for marine protection.

    Als Gründer von navama – technology for nature im Jahr 2011 und langjähriger Geschäftsführer habe ich den Betrieb im Jahr 2022 eingestellt.

    Danke an all die Partner, die navama – technology for nature in diesen 11 Jahren unterstützt und mit uns zusammen gearbeitet haben. Hierzu zählen WWF (Deutschland, Italien, Schweden, USA, Russland, Hong Kong, Mozambik, Philippinen), Greenpeace, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Katholisches Bildungwerk Garmisch Partenkirchen, Oekom Verlag, Bayerischer Naturschutzfond, Bundesamt Für Naturschutz, European Space Agency, Luxspace, Orbcomm, Follow Fish, Naturland, Bolton Alimentari, Metro Group, die Fischer aus Senegal, den Phillipinen und Mosambik, Forscher an den Universitäten Stanford, Harvard und LMU München und viele, viele mehr. Ein ganz besonderer Dank geht an mein Team, ohne welches all dies nicht möglich gewesen wäre.

    Ich beschäftige mich in meiner Freizeit weiter mit dem Anliegen Natur als Lichtbildner und Naturphilosoph. Hier unter Lichtmomente finden Sie hierzu Gedanken und Bilder.

    Zum Abschied ein kurzer Überblick über die Tätigkeiten von navama – technology for nature in den 10 Jahren von April 2011 bis Februar 2021.

    transparentSea

    navama – technology for nature startete 2011 mit dem Projekt transparentSea. Die zugrundeliegende Idee für das Projekt war, den Schutz der Meere vor Überfischung durch Transparenz innerhalb der intensiven kommerziellen Nutzung zu verbessern. Mit über 70% Fläche der Erde sind die Meere das größte zusammenhängende Gebiet, welches im Grunde als Allmende verstanden werden kann. Die Meere gehören allen Menschen und deshalb hat jeder Mensch einen Anspruch, zu verstehen, was dort vor sich geht und wie wer was wann nutzt. In diesem Sinne verfolgte navama ein Modell, dass auf Elinor Ostrom (siehe blauen Kasten weiter unten) zurück geht. Ostrom hat in einer viel beachteten Arbeit in langjährigen Untersuchungen nachweisen können, dass eine gemeinwohl orientierte Nutzung nicht im Sinne von Garett Hardin tragisch Enden muß. Entscheident für eine nachhaltige Nutzung ist eine Gruppe, die gemeinsam Verantwortung übernimmt für etwas was sie alle benötigen. Ein wichtiges Instrument in der Durchführung der nachhaltigen Nutzung ist die Möglichkeit einer offenen Kontrolle. Historisch konnte dies deshalb nur in kleinen, überschaubaren Zellen wie Almen gut und über Jahrhunderte nachhaltig funktionieren. Für ihre Arbeiten bekam Ostrom 2009 den Nobelpreis. Der prinzipielle Ansatz von navama – technology for nature war, diese Transparenz durch moderne Technik auf eine weltweite „Allmende“ anzuwenden. Der technische Schlüßel hierfür waren GPS, AIS, VMS und andere Satellitentechnologien. navama entwickelte Methoden und Verfahren um diese Technologien für den Schutz der Meere anzuwenden und dem Verbraucher zugänglich zu machen. Darüber hinaus wurde der webbasierte seeOcean Explorer zur Datenanalyse entwickeltt. Es wurden weltweit Projekte durchgeführt. Partner waren Kleinfischer in Senegal, Mozambik oder den Philippinen, aber auch große Organisationen wie der WWF, Greenpeace, Naturland, Follow Fish, die Metro Gruppe oder Bolton Alimentari in Italien.

    Elinor Ostrom betrachtete in einem viel beachteten Buch Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action (deutscher Titel: Die Verfassung der Allmende. Jenseits von Staat und Markt) die Tragik der Allmende aus institutionenökonomischer Sicht. Ihr zufolge basieren funktionierende Lösungen des Allmendeproblems bei lokalen Allmendegütern oft darauf, dass die betroffenen Individuen die Ressource im Rahmen einer geeigneten Institution verwalten, die auf der Selbstorganisation der Beteiligten beruht. Für das Zustandekommen einer entsprechenden Übereinkunft sei sowohl eine glaubwürdige Selbstverpflichtung der Beteiligten wie auch das Etablieren wirkungsvoller Kontrollmöglichkeiten notwendig. Derartige institutionelle Arrangements auf Gemeindeebene oder genossenschaftlicher Ebene seien oft erfolgreicher als zentralstaatliche Kontrolle oder auch aus Privatisierungen resultierende Marktmechanismen, weil vor Ort vorhandenes Wissen genutzt werden könne. Es gibt aus Ostroms Sicht daher mehr Lösungen zu dem Allmendeproblem, als von Hardin, aber auch der traditionellen ökonomischen Theorie generell vorgeschlagen wurden. Insbesondere müsse die Reichweite der Theorie, die aus Hardins Artikel entstanden sei, einer Neubewertung unterzogen werden. Zwischen den Extremformen Staatsmodell (mit einem „wohltätigen Diktator“) einerseits und Unternehmensmodell (mit einem profitmaximierenden Unternehmer) andererseits gebe es in der Realität eine Vielzahl kollektiver Nutzungsformen, die zu berücksichtigen seien“. Quelle: Wikipedia

    Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

    Von 2013 bis 2019 war navama – technology for nature Partner im Verbundprojekt Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze. Zusammen mit 18 Verbundpartner setzte sich navama für die Erhaltung einer alpinen und voralpinen Flußlandschaft ein. Innerhalb des Verbundprojektes entwickelte navama folgende Lösungen:

    Die Kiesbank-Checker App zum Schutz von Kiesbänken auf der Isar und dem Lech.

    venGo, ein offenes Blogportal mit den Schwerpunkt Themen Artenvielvalt, Flusslandschaften, Landwirtschaftliche Nutzung und Tourismus.

    venGo Kids, ein Bildungsprojekt mit den Schwerpunkten Artenvielfalt und unter Nutzung von digitalen Medien an Grundschulen und Kindergärten. Dabei wurde ein besonderer Vermerk auf den richtigen Umgang und den Persönlichkeitsschutz gelegt.

    Für den Projektpartner Katholisches Bildungswerk Garmisch Partenkirchen wurde eine Wander App und der Internet Auftritt für die Vermittlung von 4 Pilgerwegen konzeptionell ausgearbeitet und die technische Entwicklung durchgeführt.

    Panorama Aufnahmen von Flusslandschaften. Es wurden hochwertige, großformatige 360 Grad Panorama-Aufnahmen von den Flüssen Lech, Isar, Wertach, Würm und Loisach innerhalb des Projektgebietes erstellt und in 3 Ausstellungen gezeigt. Einen Teil der Ergebnisse können sie innerhalb der Sequenz rundum (im) fluss betrachten.

    nature minds, in Kooperation mit dem Historischen Institut der LMU München und des SFB Vigilanzkukturen wurden historische Untersuchungen im Kontext Allmende und Flußwahrnehmung durchgeführt und die Ergebnisse auf venGo veröffentlicht.

    Data Analytics

    In einer Vielzahl von Projekten mit dem Schwerpunkt GIS und Bildauswertung wurden in Kooperation mit der European Space Agency, Universitäten in den USA (Harvard, Stanford), Hong Kong (City University) und Indonesien (Ma Chung) Bildauswertungen und Datenauswertungen zu den Themen Meeres- und Küstennutzung durchgeführt. Besondere Schwerpunkte waren dabei das Monitoring von nachhaltigen Aquakulturen in Mangrovenbeständen in Indonesien, die Bodenbelastung durch Trawling in der Ostsee und der Einfluss auf Delphinbestände durch den Schiffsverkehr in den Gewässern vor Hong Kong.

    seeOcean Explorer

    Eine webbasierte Anwendung zum transparenten Monitoring von AIS und VMS Signalen. Die AIS Signale kamen direkt aus den Satelliten von Orbcom oder von VMS Quellen der teilnehmenden Fischereien.

    Demovideo zum seeOcean Explorer, eine Entwicklung von navama – technology for nature mit Unterstützung durch den WWF:

    Globale Wissenschaftliche Kooperationen

    Kooperationen mit Wissenschaftlern der Universitäten Harvard und Stanford in den USA, City University in HongKong, Ma Chung in Indonesien und der LMU München, Deutschland.

    Kooperation mit Kollegen der Harvard University, USA

    Lokale kleine Fischereien

    Unterstützung von kleinen, lokalen Fischereien in Senegal, den Phillipinen, und Mozambik. Wir entwickelten und testeten kostengünstige GSM gestützte Tracking Systeme für eine transparente Nutzung maritimer Ressourcen in Meeresschutzgebieten und stellten die Daten im seeOcean Explorer zur automatisierten Auswertung für mehr Transparenz zur Verfügung.

    Kooperation mit Kleinfischern in Senegal

    Bild unten: Etwas Geschichte, navama – technology for nature Team 2015 in den Alpen unterwegs.

    navama in den Alpen, 2015

    Den Wert der Natur in einer gemeinsamen positiven Wahrnehmung zu erhalten und zu schützen lebt in Form einer künstlerischen Auseinandersetzung in meiner Freizeit mit Lichtmomente im kleinen Format weiter.

  • Weissblauer Spaziergang

    Weissblauer Spaziergang

    Ein Spaziergang unter weissblauem Himmel auf den Hirschberg (1670 m) im Mai.

    Der Weg von Scharling führt durch schattige Wälder und über bunte Blumenwiesen auf den weiten Gipfel des Hirschbergs. Der Tegernsee liegt still und blau tief unten im Tal, die Wanderer müde und faul hier heroben im Gras. So wie es sich gehört. Alles hat seine Zeit und seinen Ort. Ein flacher Gipfel, ausgedehnt, mit herrlichem Rundumblick lädt zum Ausruhen und weit Schauen ein. Die Welt läßt sich hier Zeit. Die Wiesen am Gipfel sind übersät mit Blumen, der Bergenzian, Knabenkraut und Waldstorchschnabel überschlagen sich mit ihren Farben im satten Grün. Nach dem winterlichen Weiss sind jetzt die Farben hier an der Reihe. Ich verbeuge mich tief um ganz nah zu sein.

    Gentiana verna
    Geranium sylvaticum
  • Der Seegrund offenbart sich

    Der Seegrund offenbart sich

    Mystischer Einblick auf den Seegrund.

    Der selbe Ort kann zu verschiedenen Zeiten so viele Gesichter haben. Der Walchensee von Sachenbach aus gesehen zeigt sich mir jedesmal anders. An einem sonnigen Tag im April, der See führt nach dem Winter noch wenig Wasser, zeigt sich der See von seiner kargen Seite. Hat der niedrige Wasserstand doch auch eine künstliche Ursache, kommt seine Bildwirkung mehr einer ursprünglichen Wildnis gleich. Wie in einem anderen Land, kommt es dem Betrachter der „unbelebten“ Landschaft sofort in den Sinn. Wie in Kanada? Auf jedenfall nicht wie im dichtbesiedelten Deutschland mit seiner intensiven Landwirtschaft und der Bodennutzung bis an das Seeufer. Der Seegrund offenbart mit seinem steinigen Streifen ein Stück Wildnis, kurzfristig und im Übergang. Dieser Blick wird bald wieder versinken, und einer anderen Natur, hamonischer, lieblicher, dem türkisblauen Wasser die Ansicht räumten.

    Der Seegrund offenbart sich I
    Der Seegrund offenbart sich II
    Der Seegrund offenbart sich III

    Der Seegrund offenbart sich, drei Rundumblicke am Walchensee Ufer, im Vodergrund der Seegrund, wie er sich bei Niedrigwasser im Frühjahr zeigt.

    Walchensee, April 2022, Bildgröße: 39 x 116 cm

    Für ein weiteres Seegrundbild siehe auch den Beitrag Forggensee im Frühjahr

  • Frozen Trees During Springtime

    Frozen Trees During Springtime

    Neuschnee und Frost holen den Frühling ein. Ein wunderbares Weiss hült den Weg auf den Herzogstnad nochmals in eine beeindruckende Landschaft ein.

    Frozen Trees

    Frozen Trees, Herzogstand, 2022

  • Ein Ort aus einer anderen Zeit

    Ein Ort aus einer anderen Zeit

    Das Gleißental unweit der S-Bahn Haltestelle Deisenhofen (MVV München) wirkt auf den Wanderer wie ein verwunschener Ort aus einer anderen Zeit. Eine ganz besondere Magie geht dabei von einer kreisförmigen Felsformation im Gleißental aus. Seine Entstehung hat Geschichte. Ein ehemaliger Steinbruch mit Hochbetrieb im Mittelalter. Der Steinbruch versorgte die Münchner Baustellen mit einem ganz besonderen Felsmaterial für Fundamente. Die Münchner Frauenkirche steht seit 1494 auf Gleißentaler Fels. Nagelfluh oder Konglomerat nennt der Geologe heute diese Formation aus Kies und Geröll. Es handelt sich um ein Sedimentgestein, das durch die Ablagerung in Flüssen entstanden ist. Transportiert wurden die Steine durch die mächtigen Gletscherströme der Würmkaltzeit vor etwa 15 000 Jahren . Bemerkenswert sind röhrenförmige, vertikale Felsformationen, die durch lang andauernde Verwitterungsprozesse entstanden sind. Als die ersten Sommerfrischler aus München Ende des 19. Jahrhunderts ins Gleißental kamen, waren diese Orgelröhren bereits eine Attraktion.

    Felsformation im Gleißental, 2022

    Eine schöne Wanderung führt von der S-Bahn Haltestelle Deisenhofen zum Deininger Weiher durch das Gleißental. Besonders reizvoll ist das Gleißental im Frühling, wenn die ersten Blüten aus dem noch graubraunen Boden herauskommen und den Winter auf die farbige Seite des Jahres hinweisen.

    Hepatica nobilis
  • Landschaft mit Eiszeitrelikten

    Landschaft mit Eiszeitrelikten

    Der Bäckerbichl bei Andechs lädt zum Staunen und Schauen ein. Wie die gesamte Landschaft um Andechs ist der Bäckerbichl ein Relikt der letzten Eiszeit. Der Isar-Loisach-Gletscher überdeckte weite Teile des Alpenvorlandes und ließ beim Abschmelzen den im Eis enthaltenen Gesteinsschutt als steilen Hügel zurück. Die Form dieser Erhebung gleicht einem Grabhügel und erhielt daher in Bayern die Bezeichnung Tumulus. Ein Mythos aus vergangener Zeit bleibt dem Wanderer von dort in Erinnerung. Der Bäckerbichl und seine Umgebung laden zum Träumen ein. Die Landschaftsform läßt erahnen, warum nicht unweit von hier auf einem anderen Tumulus das Kloster Andechs steht, auf vorchristlichen Spuren aufbaut und weit zurück in unsere Kultur- und Naturgeschichte führt.

  • Abendstimmung über dem Moor

    Abendstimmung über dem Moor

    Impressionen auf Wegen zu Fuß und mit dem Rad durch das Füssener Land im Ostallgäu.

    Baum im Abendlicht, mit Blick über das Premer Filz. Zwei Kompositionen zum selben Ort und der selben Zeit.

    Rundumblick über dem Premer Filz, März 2022

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