Blog

  • ein stein im mangfallgebirge

    ein stein im mangfallgebirge

    Über den Wolken wo die Freiheit noch grenzenlos ist.

    Wie im Traum sind wir für einem Tag den grauen Niederungen entflohen. Eine gute Stunde vom Bahnhof gelaufen und es war alles anders. Dort oben war die Luft klar.

    Auf dem Breitenstein, 1622 m im Mangfallgebirge. Eine Diaschau mit 32 Bildern über den Wolken und „Day Of Snow“ von Dee Yan Key.

  • Föhnsturm

    Föhnsturm

    Vom Spitzing Sattel über den Schönfeldkopf zur Rotwand.

    »Wenn jedes Werkzeug auf Geheiß oder auch vorausahnend das ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie des Dädalus Kunstwerke sich von selbst bewegten, oder die Dreifüße des Hephästus aus eigenem Antrieb an die heilige Arbeit gingen, wenn so die Webeschiffe von selbst webten, so bedürfte es weder für den Werkmeister der Gehilfen noch für die Herren der Sklaven.« Der Traum des Aristotels ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen Gliedern, mit wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig und von selbst ihre heilige Arbeit und doch bleibt der Geist der großen Philosophen des Kapitalismus nach wie vor beherrscht vom Vorurteil des Lohnsystems, der schlimmsten aller Sklavereien. Sie begreifen noch nicht, dass die Maschine der Erlöser der Menscheit ist, der Gott, der den Menschen von den „sordidae artes“ und der Lohnarbeit loskaufen, der Gott, der ihnen Muße und Freiheit bringen wird.

    Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit. Schweizerische Genossenschaftsbuchdruckerei, Hottingen-Zürich 1884, Seite 30.

    Das Recht auf Faulheit. Wieviel Arbeit braucht der Mensch? Wenn eine Familie mehr als 40 Stunden Lohnarbeit verrichten muss, wurde sie unter dem Namen der Gleichberechtigung klammheimlich hintergangen.

    Mit weniger Arbeit haben wir mehr Zeit um uns langsamer fortzubewegen. Das Auto endgültig vom Dientsplan des Alltäglichen streichen. Es kehrt Ruhe in den Städten ein. Und wir müssen weniger vom Lärm fliehen.

    Der Parkplatz am Spitzumngsattel ist halb voll, an einem Wochentag, kein sonniger Herbstag. Die Herausforderung der Zukunft ist, unsere Ressourcen nachhaltig einzusetzen, nicht schneller und mehr, sondern langsamer und weniger, mit der Bahn statt mit dem Auto. Können wir umdenken lernen? Und dann anders handeln?

  • Gargnano

    Gargnano

    Im Hafen von Gargnano, Gardasee, 1.9.2020 um 21.53

  • Weg zur Gindelam

    Weg zur Gindelam

    Bäume in den Jahren stehen
    kunstvoll, aufrecht am Berghang
    ein Wanderer und
    die Natur
    gemeinsam
    sie gehen ihren Weg
    der Pfad führt hinüber, in stillen Gedanken
    ausgesprochenes
    jeder Schritt, vertraut
    wird mehr, als ein Leben
    im Übergang der Zeit

  • Gurro

    Gurro

    Stille Wege am Rand des Nationalparks Val Grande (Parco nazionale della Val Grande).

    Gurro: Close up, Parco nazionale della Val Grande.

    Diese Impressionen sind ein Dankeschön. Weggefährten, die da waren, als ich Hilfe brauchte.

  • Regentag

    Regentag

    In aller Stille über den Baumgartenschneid und den Gindelalmschneid. Nur der Regen geht mit.

  • Mangfallblau

    Mangfallblau

    Naturschauspiel am Mangfall zwischen Flussverbauung und Papiermühlen.

    Blätter aus Kalk, zerbrechlich wie Büttenpapier, auf dem Weg zur Ewigkeit.

  • Flora mit Texten von Ovid

    Flora mit Texten von Ovid

    Lehre mich selbst, wer du bist, denn es trügt der Menschen Vermuten.
    Was dein Name besagt, kündest am besten du selbst!

    So war mein Gruß, und so gab die Göttin dem Fragenden Antwort;

    Während sie redet, enthaucht Rosen des Frühlings ihr Mund:

    „Chloris hieß ich dereinst, doch jetzt Flora – lateinische Sprechart

    Hat aus dem griechischen Laut so mir den Namen entstellt ,

    Chloris, die Nymphe der Flur, der frohen, wo selige Tage,

    Wenn du die Sage vernahmst, früher die Menschen verbracht.

    Welche Gestalt ich besaß, fällt schwer der Bescheidnen zu sagen“

    Schließlich bin ich es, die wirkt, wenn in den Jahren der Jugend

    Übersprudelt der Geist, kraftvoll der Körper erblüht!

    Oftmals hab‘ ich versucht, die verschiedenen Farben zu zählen

    Ohne Erfolg, denn zu klein war für die Fülle die Zahl!

    Flora: Aus 150 Bilder ausgewählt für ein Buch mit 76 Seiten. Auf Original Fotopapier abgelichtet. Jedes Exemplar ist ein Einzelstück.

    Alle Texte aus den Fasti von Ovid (*März 43 v. Chr. in Sulmo; † um 17 n. Chr. in Tomis), Fünftes Buch, für den Monat Mai.

    Siehe auch Flora

  • Die Weite vor den Bergen

    Die Weite vor den Bergen

    Im Zeichen der Ebene und des Himmels.

    Zum verrückt werden schön ist es, wenn sich Gegensätze zusammen tun. Nirgendwo sehe ich diese Begegnung so unmittelbar wie in den bedrohten Moorlandschaften vor den Bayerischen Bergen. Verschwindend kleine Flächen für große Wahrnehmung von Natur wie sie noch ist.

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Das Waasenmoos I, 260 x 60 cm, 2018

    Woran unsere Väter in geschlossenem Reisewagen, ungeduldig und von Langeweile geprägt, vorüberfuhren, das brauchen wir. Wo sie den Mund auftaten, um zu gähnen, da tun wir die Augen auf, um zu schauen, denn wir leben im Zeichen der Ebene und des Himmels. Das sind zwei Worte, aber sie umfassen eigentlich ein einzige Erlebnis: die Ebene. Die Ebene ist das Gefühl, in dem wir wachsen.

    Rainer Maria Rilke, Worpswede

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Das Waasenmoos II, 260 x 60 cm, 2018

    „Birken, Birken, Kiefern und alte Weiden. Schönes braunes Moor, köstliches Braun! Die Kanäle mit den schwarzen Spiegelungen, asphaltschwarz … es ist ein Wunderland, ein Götterland. Ich habe Mitleid mit diesem schönen Stück Erde, seine Bewohner wissen nicht, wie schön es ist…. wenn das Malen nicht wäre?!“

    Paula Modersohn-Becker

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Murnauer Moos I, 260 x 80 cm, 2018
    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Murnauer Moos II, 260 x 60 cm, 2018
error: Der Inhalt ist Copyright geschützt. Bei Interesse an einem Bild dürfen Sie mich gerne kontaktieren.