Blog

  • This Maybe All Gone Tomorrow

    This Maybe All Gone Tomorrow

    Neuschnee auf dem Spitzstein im Chiemgau.

    Neuschnee auf dem Spitzstein am 23. März 2021.
  • Die weisse Rose

    Die weisse Rose

    Die weisse Rose

    Ihre Blüten steigen
    Träumen gleich
    aus der Dunkelheit.

    Es sind
    farblose Worte,
    auf hellem Grund

    Sie rufen:

    Wer bist du?

    Im Dickicht der Städte
    ein voller Blau
    meine Hand,
    sie scheint, verwundet
    nach der Rose greift.

    Und als Zeichen
    jedes Blatt, etwas Leben
    mir schenkt.

  • Träume scheinen mir wie Orchideen

    Träume scheinen mir wie Orchideen

    Der Träumer


    I

    Es war ein Traum in meiner Seele tief.
    Ich horchte auf den holden Traum:
    ich schlief.
    Just ging ein Glück vorüber, als ich schlief,
    und wie ich träumte, hört ich nicht:
    es rief.

    II

    Träume scheinen mir wie Orchideen. –
    So wie jene sind sie bunt und reich.
    Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
    ziehn sie just wie jene ihre Kräfte,
    brüsten sich mit dem ersaugten Blute,
    freuen in der flüchtigen Minute,
    in der nächsten sind sie tot und bleich. –
    Und wenn Welten oben leise gehen,
    fühlst dus dann nicht wie von Düften wehen?
    Träume scheinen mir wie Orchideen.

    Rainer Maria Rilke, 1895
    Aus der Sammlung Larenopfer

    Die Gattung Phalaenopsis gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und umfasst eine Vielzahl exotischer Arten. Der botanische Name leitet sich von den griechischen Wörtern phalaina (φάλαινα; dt. „Nachtfalter“) und opsis (ὄψις; dt. „Anblick“) ab. Die Blüten erinnern an tropische Nachtfalter. Im deutschen Sprachraum werden diese Orchideen auch Schmetterlingsorchidee oder Nachtfalter-Orchidee genannt.

  • Tulipa

    Tulipa

    Lichtmomente als Gastgeschenk, am Frühstückstisch und im Garten. Tulpen, Botschafter für den Frühling. In den südlichen Bergen fiel über ein Meter Schnee. Die Nacht war lang. Kein Weg führt hinaus. Für einen Augenblick fällt ein Sonnenstrahl auf die Fensterbank. Hinterglasmalerei. Nur wenige Meter von meinem Schreibtisch, ein gelbes Herzband fesselt den Augenblick.

    Tulipa II

    Der Name Tulpe (lateinisch Tulipa) geht über türkisch tülbend auf persisch دلبند / delband zurück und bedeutet auf persisch „Geliebte/r“ („del“/دل = Herz; „band“ von „bastan“بستن = (zu)binden).

    Tulipa III

  • Zwei Haubentaucher auf der Durchreise

    Zwei Haubentaucher auf der Durchreise

    Spaziergang um den Olympiasee in München. Ein gern gesehener Gast auf der Durchreise zeigt sich in der Dämmerung. Das Haubentaucherpaar hat ihr winterliches Schlichtkleid schon hiner sich gelassen. Das Vogelpaar ist auf der Suche nach einem Gewässer mit Schilfgürtel für die Brutpflege.

    Beim Haubentaucher (Podiceps cristatus) sind in seinem Prachtkleid die Stirn, der Scheitel und der Nacken schwarz. Die Kopfseiten- und die Nackenfedern sind verlängert und richten sich bei Erregung auf. Zwischen der schwarzen Kopfoberseite und dem Auge verläuft ein heller Streifen. Die Wangen sind weiß. Die verlängerten, kastanienbraunen Ohr- und unteren Wangenfedern, die bei Erregung auch gespreizt werden, bilden einen schwarz umrandeten Kragen. Der hintere Hals ist grauschwarz, die Halsseiten und der vordere Hals dagegen weiß. Die Körperoberseite ist bräunlich schwarz mit rötlichen Körperseiten. Die Körperunterseite und die Brust sind weiß. Die Handschwingen sind braungrau, wobei die Unterseite heller ist und eine weiße Basis aufweist. Die Armschwingen dagegen sind entweder vollständig weiß oder weisen dunkle Flecken auf den Außenfahnen auf.

    Die Vollmauser vom Prachtkleid ins Schlichtkleid beginnt bereits während der Brutzeit im Juni und kann sich bei einzelnen Individuen bis in den Dezember hinziehen. Sie ist in der Regel jedoch bereits Ende September oder Oktober abgeschlossen. Haubentaucher verlieren während dieser Mauser alle Handschwingen gleichzeitig und sind dann für etwa vier Wochen nicht flugfähig. Männchen beginnen mit dieser Mauser in der Regel etwas früher als die Weibchen. Die Mauser vom Schlichtkleid ins Prachtkleid beginnt bereits in den Überwinterungsgebieten und ist bei adulten Vögeln Ende März bis Anfang April abgeschlossen. (siehe auch Wikipedia)

  • Schildenstein

    Schildenstein

    Schildenstein (1613 m) im Mangfallgebirge. Im Hintergrund die Blauberge mit dem Halserstein.

  • Hörnle (1548 m) in den Ammergaueralpen

    Hörnle (1548 m) in den Ammergaueralpen

    Wanderung von Unterammergau über das Hörnle und durch das Murnauer Moos nach Eschenlohe.

    Blick vom Hörnle über das Murnauer Moos.

  • Über den Jochberg ans Meer

    Über den Jochberg ans Meer

    Das Ziel am Beginn des Weges liegt. Über den Jochberg in den Bayerischen Voralpen zurück zum Walchensee. Und dazwischen liegt ein schöner geht nicht mehr Weg ans Meer.

    Zwischen Kochelsee und Walchensee.

  • Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass

    Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass

    Der Mond über München am 27.2.2021 um 20 Uhr 33.

    Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass,
    plötzlich die Höhn übertritt, die entworfene Nacht
    gelassen vollendend: siehe: so steigt mir
    rein die Stimme hervor aus Gebirgen des Nichtmehr.
    Und die Stellen, erstaunt, an denen du dawarst und fortkamst,
    schmerzen klarer dir nach.

    Rainer Maria Rilke, Gedichte 1906 bis 1926.

    Technisch gibt es ganz sicher bessere Bilder vom Mond und diese lassen sich im Internet leicht auffinden. Es ist aber etwas anderes, wenn man das entstehen eines Bildes selbst erlebt. Die Handlung des Fotografierens endet, doch die Erinnerung an dieses bildnerische Handeln bleibt, wenn auch manchmal unbewusst, und lebt unsichtbar im Bild weiter, so lange ich dieses Bild mit meinen Augen sehe. Und „so steigt mir rein die Stimme hervor aus Gebirgen des Nichtmehr“.

    Ich war bei der Aufnahme nicht allein, damit sind es zwei Stimmen. Es war eine ungewöhnlich klare Vollmondnacht über dem hell erleuchteten Stadthimmel von München.

  • Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Vorfrühling

    Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
    an der Wiesen aufgedecktes Grau.
    Kleine Wasser ändern die Betonung.
    Zärtlichkeiten, ungenau,
    greifen nach der Erde aus dem Raum.
    Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
    Unvermutet siehst du seines Steigens
    Ausdruck in dem leeren Baum.

    Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

    Es wird Frühling in den Vorbergen. Vom Bahnhof in Ohlstadt über das Rauheck zum Gipfel des Heimgarten in den Walchen- und Kochelseebergen der Bayerischen Voralpen. Mit seinen 1792 m ein herrlicher Aussichtsberg mit Blick auf das Murnauer Moos, den Kochel- und Walchensee und in grandioser Breite das Karwendelgebirge.

    Nur ein paar Tage vorher war der Gipfel ganz in Nebel verhüllt, und mein Weg führte über den Berg zum Kaltwasserfall mit viel Nebelzeit zum Rasten und Nachdenken.

error: Der Inhalt ist Copyright geschützt. Bei Interesse an einem Bild dürfen Sie mich gerne kontaktieren.