Schlagwort: Rilke

  • Träume scheinen mir wie Orchideen

    Träume scheinen mir wie Orchideen

    Der Träumer I Es war ein Traum in meiner Seele tief.Ich horchte auf den holden Traum:ich schlief.Just ging ein Glück vorüber, als ich schlief,und wie ich träumte, hört ich nicht:es rief. II Träume scheinen mir wie Orchideen. –So wie jene sind sie bunt und reich.Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfteziehn sie just wie jene ihre Kräfte,brüsten […]

  • Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass

    Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass

    Wie das Gestirn, der Mond, erhaben, voll Anlass, plötzlich die Höhn übertritt, die entworfene Nacht gelassen vollendend: siehe: so steigt mir rein die Stimme hervor aus Gebirgen des Nichtmehr. Und die Stellen, erstaunt, an denen du dawarst und fortkamst, schmerzen klarer dir nach.

  • Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Vorfrühling Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonungan der Wiesen aufgedecktes Grau.Kleine Wasser ändern die Betonung.Zärtlichkeiten, ungenau,greifen nach der Erde aus dem Raum.Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.Unvermutet siehst du seines SteigensAusdruck in dem leeren Baum. Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) Es wird Frühling in den Vorbergen. Vom Bahnhof in Ohlstadt über das […]