Schlagwort: Flora

  • Gelbe Tulpen

    Gelbe Tulpen

    Vor mir steht eine sehr alte, gebrechliche Frau an der Kasse im Supermarkt und verstaut ihr weniges Essen mühseelig in ihrer Handtasche. Auf dem Band liegen neben einem Brot, Butter, Joghurt und ein paar Äpfeln noch ein Bund gelber Tulpen. Das notwendigste zum Leben … ich geh nochmal zurück und lege mir einen Bund gelber Tulpen für 1,99 € in den Einkaufskorb. Bei mir geht alles noch schneller an der Kasse, aber das wesentliche ist nun auch dabei.

  • Breitenstein (1622 m) im Mangfallgebirge

    Breitenstein (1622 m) im Mangfallgebirge

    Leichter Weg auf schönen Aussichtsberg. Gut zu erreichen mit der Bayerischen Oberlandbahn von der BOB Haltestelle Fischbachau.

    Der Frühling geht seinen Weg. Dem Jägerkamp folgt der Breitenstein. Man sieht sich über den Himmel und Aurach, dem Ausgangspunkt der Wanderung.

    Es fängt überall am Boden zu blühen an. Man möchte nur noch schauen und schauen …

    Vor drei Monaten, im Winter, war hier ein anderer Berg zu sehen, ein Weite über den Wolken fast grenzenlos, siehe hierzu den Beitrag: ein stein im mangfallgebirge.

  • Jägerkamp (1746 m) im Mangfallgebirge

    Jägerkamp (1746 m) im Mangfallgebirge

    Es wird Frühling im Mangfallgebirge. Die ersten Blumen kommen heraus. Und unten im Tal öffnen sich ganz vorsichtig die Knospen für einen ganzen Sommer. Weiter oben liegt noch Schnee.

    Der Weg zum Jägerkamp vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus oder Fischbachau bietet immer wieder alles was man sich von einer kleinen Wanderungen in den Vorbergen wünscht. Und in dieser Jahreszeit ist er voller Kontraste.

    Blau so blau ist der Himmel hier oben.

  • Die weisse Rose

    Die weisse Rose

    Die weisse Rose

    Ihre Blüten steigen
    Träumen gleich
    aus der Dunkelheit.

    Es sind
    farblose Worte,
    auf hellem Grund

    Sie rufen:

    Wer bist du?

    Im Dickicht der Städte
    ein voller Blau
    meine Hand,
    sie scheint, verwundet
    nach der Rose greift.

    Und als Zeichen
    jedes Blatt, etwas Leben
    mir schenkt.

  • Träume scheinen mir wie Orchideen

    Träume scheinen mir wie Orchideen

    Der Träumer


    I

    Es war ein Traum in meiner Seele tief.
    Ich horchte auf den holden Traum:
    ich schlief.
    Just ging ein Glück vorüber, als ich schlief,
    und wie ich träumte, hört ich nicht:
    es rief.

    II

    Träume scheinen mir wie Orchideen. –
    So wie jene sind sie bunt und reich.
    Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
    ziehn sie just wie jene ihre Kräfte,
    brüsten sich mit dem ersaugten Blute,
    freuen in der flüchtigen Minute,
    in der nächsten sind sie tot und bleich. –
    Und wenn Welten oben leise gehen,
    fühlst dus dann nicht wie von Düften wehen?
    Träume scheinen mir wie Orchideen.

    Rainer Maria Rilke, 1895
    Aus der Sammlung Larenopfer

    Die Gattung Phalaenopsis gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und umfasst eine Vielzahl exotischer Arten. Der botanische Name leitet sich von den griechischen Wörtern phalaina (φάλαινα; dt. „Nachtfalter“) und opsis (ὄψις; dt. „Anblick“) ab. Die Blüten erinnern an tropische Nachtfalter. Im deutschen Sprachraum werden diese Orchideen auch Schmetterlingsorchidee oder Nachtfalter-Orchidee genannt.

  • Flora mit Texten von Ovid

    Flora mit Texten von Ovid

    Lehre mich selbst, wer du bist, denn es trügt der Menschen Vermuten.
    Was dein Name besagt, kündest am besten du selbst!

    So war mein Gruß, und so gab die Göttin dem Fragenden Antwort;

    Während sie redet, enthaucht Rosen des Frühlings ihr Mund:

    „Chloris hieß ich dereinst, doch jetzt Flora – lateinische Sprechart

    Hat aus dem griechischen Laut so mir den Namen entstellt ,

    Chloris, die Nymphe der Flur, der frohen, wo selige Tage,

    Wenn du die Sage vernahmst, früher die Menschen verbracht.

    Welche Gestalt ich besaß, fällt schwer der Bescheidnen zu sagen“

    Schließlich bin ich es, die wirkt, wenn in den Jahren der Jugend

    Übersprudelt der Geist, kraftvoll der Körper erblüht!

    Oftmals hab‘ ich versucht, die verschiedenen Farben zu zählen

    Ohne Erfolg, denn zu klein war für die Fülle die Zahl!

    Flora: Aus 150 Bilder ausgewählt für ein Buch mit 76 Seiten. Auf Original Fotopapier abgelichtet. Jedes Exemplar ist ein Einzelstück.

    Alle Texte aus den Fasti von Ovid (*März 43 v. Chr. in Sulmo; † um 17 n. Chr. in Tomis), Fünftes Buch, für den Monat Mai.

    Siehe auch Flora

  • Aus dem Nichts

    Aus dem Nichts

    Rückkehr ist Taos Bewegnis
    Schwachsein ist Taos Gepflegnis
    Alle Wesen entstehen aus dem Sein
    Das Sein entsteht aus dem Nichts

    Tao Te King, Lao-Tse (um 350 v. Chr.)

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