Schlagwort: Bayerische Voralpen

  • Über die Berge zum Berg

    Über die Berge zum Berg

    Von Schlehdorf über den Pionierweg zum Herzogstand. Von dort weiter über den Grat zum Heimgarten und dann hinab nach Ohlstadt. Der Weg begann im Nebel am Kochelsee und wurde mit traumhafter Sicht über den Wolken, kurz vor Sonnenuntergang, auf dem Heimgarten belohnt. Dazwischen war ein Eisregen, der die Bäume in eine kristallerne Wundwerwelt verwandelte.

    Rundumblick auf dem Heimgarten bei Sonnenuntergang, Bayerische Voralpen, November 2021
    Rundumblick über den Wolken, Heimgarten, Ohlstadt 2021
    Karwendel und Wetterstein über den Wolken im Abendlicht, 2021, Kunstdruck 170 x 40 cm
  • Aus dem Nebel der Tiefe in die Sonne der Höhe.

    Aus dem Nebel der Tiefe in die Sonne der Höhe.

    Ein ganz besonderer Berg in den Bayerischen Voralpen ist der Jochberg mit seinen 1565 m. Kaum leichter und schöner gewinnt man an herrlicher Aussicht auf natürlichen Wegen ohne lange Forststraßen. Der Weg beginnt für die meisten an der Kesselberg Passhöhe.

    Rundumblick auf dem Jochberg, November 2021

    Die sagenhaft schöne Aussicht und die leichte Erreichbarkeit machen den Jochberg sehr beliebt und damit leider auch sehr überlaufen. Der Besucherandrang ist nicht zu übersehen, auch wenn sein herausragender Zweiseenblick oben am Gipfel das schnell vergessen lässt

    Wenn die Kesselbergstrasse, wie an diesem sonnigen Novembertag für den Autoverkehr gesperrt ist, kann man den Weg und den Gipfel ganz überraschend in Ruhe mit den Wenigen genießen, die für einen Gipfel bereit sind, auch einen langen Weg zu gehen.

    Was für ein Wunder und Glück, und so einfach. Wer liebt, der geht einen Schritt weiter.

    Rundumblick am Walchensee, November 2021

    Ausgangs- und Endpunkt für meinen Weg waren der Bahnhof in Kochel. Zwischenstop am Kochelsee im Auf- und Abstieg, und am Walchensee bei Sachenbach beim Abstieg. Es ging aus dem morgendlichen Herbstnebel am See nach wenigen Höhenmetern in die strahlende Sonne der Berggipfel. Die Stille im Aufstieg auf dem alten Kesselebergweg war beeindruckend. Kein Motorenlärm drang von der Strasse in den Herbstwald. Wer den Weg über die sehr sehnswerten Kesselbergfälle kennt, weiss wie ungewöhnlich diese Ruhe hier ist.

    Einen ganzen Tag wandern, vom Morgen bis zum Abend, zwischen großartigen Voralpenseen und einem unvergleichlichen Karwendelblick. Schöner geht es kaum noch.

  • über den berg zum see

    über den berg zum see

    Von Ohlstadt über den Heimgarten zum Walchensee. Bayerischer Hochgenuß an einem großartigen Oktobertag.

  • in den märz vorbergen

    in den märz vorbergen

    Herzogstand (1731 m) in den Bayerischen Vorbergen.

  • Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Heimgarten in den Bayerischen Voralpen

    Vorfrühling

    Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
    an der Wiesen aufgedecktes Grau.
    Kleine Wasser ändern die Betonung.
    Zärtlichkeiten, ungenau,
    greifen nach der Erde aus dem Raum.
    Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
    Unvermutet siehst du seines Steigens
    Ausdruck in dem leeren Baum.

    Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

    Es wird Frühling in den Vorbergen. Vom Bahnhof in Ohlstadt über das Rauheck zum Gipfel des Heimgarten in den Walchen- und Kochelseebergen der Bayerischen Voralpen. Mit seinen 1792 m ein herrlicher Aussichtsberg mit Blick auf das Murnauer Moos, den Kochel- und Walchensee und in grandioser Breite das Karwendelgebirge.

    Nur ein paar Tage vorher war der Gipfel ganz in Nebel verhüllt, und mein Weg führte über den Berg zum Kaltwasserfall mit viel Nebelzeit zum Rasten und Nachdenken.

  • über dem berg, der kaltwasserfall

    über dem berg, der kaltwasserfall

    Der Weg auf den Heimgarten in den Walchenseebergen mit seinen 1702 m von Ohlstadt aus bietet wunderbare Blicke über das Murnauer Moos zum Peißenberg und dem Hörnle. Besonders reizvoll ist der etwas längere Anstieg über das Rauheck. Ein langer allmählich ansteigender Weg für ein gleichmäßiges Gehen, mit dem die innere Ruhe sicher einkehrt. Diesmal war der Gipfel des Heimgarten in Wolken und damit die Stille noch näher. Es war ein eigener Zauber dort oben, auf diesem sonst viel besuchten Gipfel. Der Abstieg ging über die Kaltwasserfälle. Die vorhergehenden Tage war es sehr kalt und erst mit der letzten Nacht kam ein kräftiger Wärmeeinbruch. Das kalte Wasser begann über und unter dem Eis zu fließen, es bildeten sich einzigartige Strukturen und Formen. Ein weißes Vergehen auf grauem Fels, mit ein paar grünen Farbtupfern, die den Winter ausharrten und nun wieder zur Sonne zurück kehren. Ein Flussgeschehen mit einer besonderen Aussicht, ganz und gar wie bei Sonne oben am Gipfel, dort, wo sie heute nicht war.

    über dem berg, der kaltwasserfall

    Zur Geschichte: Die erste dokumentierte Skitour der Alpen führte auf den Heimgarten. Karl Otto, ein Forstangestellter, machte sich im Januar 1890 mit hölzernen Skiern, mit Schnüren an die Bergstiefel gebunden, und Zweigen an den Gleitflächen befestigt, auf den mühsamen Weg zum Gipfel des Heimgarten. Die Zweige sorgten dafür, dass der Bergsteiger nicht rückwärts den Berg hinunterrutscht. Heute spricht man hier von Klebefellen aus Hi-Tec Material. Und die Schnüre sind heute Tourenbindungten mit Spezialstiefeln zum optimalen gehen und „höchster“ Sicherheit. Diese Erstbegehung auf den Heimgarten war gerade mal zwei Jahre nachdem Fridtjof Nansen auf Schneeschuhen Grönland durchquert hatte. Der Alpinismus nahm in Grundzügen seine heutige Form an. Die Autos an wachsenden Parkplätzen trugen das Ihre dazu bei, um es bequemer und schneller zu machen, für alle … am Bahnhof in Ohlstadt gibt es wie an fast allen Bahnhöfen in Oberbayerb keine gelben Wegweiser zum Gipfel. Ich warte alleine auf den Zug.

    Blick über das Murnauer Moos zum Peißenberg vom Rauheck.

  • Die Weite vor den Bergen

    Die Weite vor den Bergen

    Im Zeichen der Ebene und des Himmels.

    Zum verrückt werden schön ist es, wenn sich Gegensätze zusammen tun. Nirgendwo sehe ich diese Begegnung so unmittelbar wie in den bedrohten Moorlandschaften vor den Bayerischen Bergen. Verschwindend kleine Flächen für große Wahrnehmung von Natur wie sie noch ist.

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Das Waasenmoos I, 260 x 60 cm, 2018

    Woran unsere Väter in geschlossenem Reisewagen, ungeduldig und von Langeweile geprägt, vorüberfuhren, das brauchen wir. Wo sie den Mund auftaten, um zu gähnen, da tun wir die Augen auf, um zu schauen, denn wir leben im Zeichen der Ebene und des Himmels. Das sind zwei Worte, aber sie umfassen eigentlich ein einzige Erlebnis: die Ebene. Die Ebene ist das Gefühl, in dem wir wachsen.

    Rainer Maria Rilke, Worpswede

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Das Waasenmoos II, 260 x 60 cm, 2018

    „Birken, Birken, Kiefern und alte Weiden. Schönes braunes Moor, köstliches Braun! Die Kanäle mit den schwarzen Spiegelungen, asphaltschwarz … es ist ein Wunderland, ein Götterland. Ich habe Mitleid mit diesem schönen Stück Erde, seine Bewohner wissen nicht, wie schön es ist…. wenn das Malen nicht wäre?!“

    Paula Modersohn-Becker

    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Murnauer Moos I, 260 x 80 cm, 2018
    360 Grad Rundumblicke – Oberbayerische Moorlandschaften: Murnauer Moos II, 260 x 60 cm, 2018
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