Schlagwort: Dolomiten

  • Weiter geht es nur allein

    Weiter geht es nur allein

    Auf 2200 m Höhe im Naturpark Fanes-Sennes-Praies (Dolomiten) am 27.12.2019. Die Baumgrenze ist überschritten. Von jetzt ab gibt es nur noch Schnee und Fels auf den großartigen Wegen durch eine tief verschneite Landschaft. Die letzten Bäume über der Waldgrenze werden zu Wundern der Natur und in ihrer Vereinzelung zu Meistern der Ästhetik.

    Die Wolken gehen in den Schnee über, der Schnee geht in die Wolken über, ich gehe dazwischen hinüber auf den einen Berg der keinen Namen hat.

    Weiter geht es nur allein II, Uanna, 27.12.2019
    Weiter geht es nur allein III, Uanna, 27.12.2019
    Weiter geht es nur allein IV, Uanna, 26.12.2019

    Bildserie Uanna I – IV, enstanden im Dezember 2019 im Fanes-Sennes-Braies Naturpark.

  • Aufstieg zwischen den Jahren

    Aufstieg zwischen den Jahren

    Der Mensch muss wieder nach unten mit den Tieren, mit den Pflanzen, der Natur und nach oben mit den Engeln und Geistern in Beziehung treten.

    Joseph Beuys

    Zwischen den Jahren beschreibt als Redewendung die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Seit über 10 Jahren verbringe ich 5 – 6 von den „in between“ Tagen mit meiner Familie draußen in der Natur, meist in den Bergen, fernab von jedem Autoverkehr und ohne Funkverbindung. Ursprünglich umfasste der Zeitraum die Rauhnächte, auch die zwölf heiligen Nächte genannt. Diese liegen zwischen dem 21. Dezember, der Wintersonnenwende und dem 6. Januar. Sie stellen eine ganz besondere Zeit dar, nicht nur wegen dem christlichen Weihnachten. Bereits im Alten Ägypten wurde eine Zeit zwischen den Jahren mit Heriu-renpet benannt.

    Der rechnerische Ursprung des „in between“ Zeitraums liegt im Unterschied zwischen der Jahreseinteilung nach Mond- und Sonnenkalender begründet. Zwischen beiden Zählweisen für ein Jahr liegt eine Differenz von zwölf Tagen, die Epagomene, wobei nach der Zählweise des Mondkalenders zwölf Tage zum astronomisch korrekten Sonnenumlauf in 365 Tagen fehlen. Eine rechnerisch astronomische Diskrepanz beendet die längste Dunkelheit mit einer Zwischenzeit zum inne halten.

    Bis zur Kalenderreform durch Papst Gregor XIII. war der Beginn des neuen Jahres in weiten Teilen Europas der 6. Januar. Dieses Datum geht auf römische Bräuche und Verschiebungen des Kalenders zurück. Das Jahresende wurde dagegen traditionell am 24. Dezember begangen, so dass die Zeit bis Beginn des nächsten Jahres „zwischen den Jahren“ lag.

    Es ist die Zeit dazwischen, die mich bewegt.

    Bild: „Auf dem Weg zum Ju de Limo, 26.12.2019

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