reduziert – 50% und mehr

Die Idee für die Arbeit: reduziert – 50% und mehr entstand spontan nach einem Einkaufsspaziergang mit meiner Frau in der Fußgängerzone von München. Fashion und Mode im Schlussverkauf, stark reduziert. Es war im Januar 2004. Ich setze mich bei dieser Arbeit mit dem Bild im Bild auseinander. Das Bild im Bild gibt dem Bild leben zurück. Unsere Sehgewohnheit wird verführt. Schaufensterbühnen reflektieren die natürliche Sinnlichkeit innerhalb einer maximal reduzierten Kunstwelt. An der Spiegelgrenze zwischen Außen und Innen entdecke ich mich dabei selbst hauchdünn auf einem zerbrechlichen Glas. Es ist alles Kunst und hat doch ganz natürlich mit mir zu tun. Weil es eben Kunst ist. Wenn auch maximal reduziert und kommerzialisiert. Wer sieht hier wen?

reduziert: 50% und mehr
reduziert: 50% und mehr

Für diejenigen, die meine Natur- und Landschaftsbilder kennen, mag dieses Fotoprojekt etwas überraschend wirken. Für mich sind es Stillleben der Moderne, in einer Stadtlandschaft mit vollendetem Konsum und der Sehnsucht nach Körperlichkeit.

„Bin ich schön“ ist hier die vorrangige Frage im Spiegel der Zeit.

reduziert: 50% und mehr
reduziert: 50% und mehr

Ein Hauch von Traurigkeit liegt in den Bildern, das war mein Anliegen bei den Aufnahmen, um einer Sehnsucht gerecht zu werden, für das, was dahinter kommt und hier nicht ist.

Das verwendete Filmmaterial war Fuji Velvia 50 und Fuji Provia 100. Für mich zwei Klassiker, die mir auch in der digitalen Welt für immer in guter Erinnerung bleiben.

Die Diaschau mit 99 Fashion Bilder aus der Schaufensterszene im München Anfang 2000 dauert etwas über 9 Minuten. Alle Bilder sind für eine Ausstellung konzipiert worden, die leider bisher nicht umgesetzt werden konnte.

reduziert: 50% und mehr

Die Musik für die Diaschau ist von Vibes by DRVN und Xylo Ziko. Alle Bilder Copyright Andreas Struck.

reduziert: 50% und mehr
reduziert: 50% und mehr

Ein Dankeschön an alle Schaufensterdekorateur/innen für die Kunstwerke der besonderen Art. Das Projekt hat sehr viel Spaß gemacht und es gab so manche interessante Begegnung dabei.