geigelstein im chiemgau III

Zum dritten Mal dort oben und immer wieder schön. Auf den Geigelstein im Chiemgau, eine kleine Diaschau zum Ahnen und Fühlen. Ein Wandertag im Februar mit Südföhnlage. Nimm dir Zeit und schau mit zu und hinauf und hinüber. Die Chiemgauer mit ihrem unvergleichlich schönen Kaiserblick und noch viel mehr.

Auf den Geigelstein (1808 m) im Chiemgau führen viele Wege hinauf. Einer führt von der Kampenwand herüber, ein anderer von Sachrang über den Jägersteig, wieder ein anderer von Schleching den Berg hinauf auf den Gipfel mit herrlicher Aussicht. Die Wege sind alle schön, man muss nur einen gehen. Ich war nun das Dritte mal dort oben, und mag mir nicht vorstellen, was gewesen wäre wenn … in den 90er Jahren war hier eine Skischaukel und damit mehrere Seilbahnen auf den Berg geplant. Die Schlechinger setzten sich zur Wehr für den Berg und bildeten eine Bürgerinitiative. Sie erreichten damit, das der Berg 1991 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Da kann man nur Danke zu den Schlechingern sagen. Es blieb damit bei einen unverbauten Panoramablick auf dem Gipfel, zu genießen für den Teil der Menschen, die dort gerne aus eigenen Kraft hinaufgehen. Ein Blick, der an klaren Tagen bis zu den Berchtesgadener Alpen im Osten, zum nahen Kaisergebirge und dem Großglockner im Süden, zum Karwendel im Westen und zum Chiemsee im Norden reicht. Und dann ist der Geigelstein noch ein Blumenberg, ja schon bald, wenn der Schnee weg ist, und die Nächte nicht mehr unter 0 Grad frieren, kann man den Berg nochmals ganz anders erleben. Und ich denke mir, es wird wohl bald ein viertes Mal geben …

Vor fast auf den Tage genau 10 Jahren war ich zum ersten Mal auf dem Geigelstein im Chiemgau. Jetzt habe ich die Bilder von damlas in meinem digitalen Keller gesucht und unter geigelstein im chiemgau I veröffentlicht. Lass dich in einem anderen Licht, einer anderen Stimmung, am selben Ort, nochmal nochmals den Weg hinauf auf den Gipfel gehen.

kreativquartier münchen – interim

Eine Fortsetzung von Pathos München.

Das Kreativquartier in München am 4. Februar 2021. Die Sonne scheint und die Metall Container nehmen Farbe an. Dazwischen bleibt es wie es ist. Ein Interimsbericht vom Um- und Weiterbau in Bildern. Etwas vorher war es so: Pathos München I. Sonst gibt es hier nicht viel zu schreiben.

Impressionen einer neu beginnenden und schon lange währenden Interimslösung. For a morde detailed update follow the video link.

schlossrunde

The World Greatest Magic.

The World Greatest Magic liegt vor der Haustür. „schlossrunde“ ist ein irritierender Rundweg durch eine Landschaft, die in keinem Wanderführer der Welt beschrieben ist. Ich frag mich, warum bin ich hier, ist die Welt dort drüben oben doch so schön. Einmal mit Rückschritten im Kreis gegangen, und ich bin ein Stück weiter gekommen.

Hannah Arendt unzerscheidet zwischen der Ewigkeit und der Unsterblichkeit. Sokrates sprach für die Ewigkeit, Platon schrieb für die Unsterblichkeit. Ich gehe für die Ewigkeit mit meiner Kamera im Kreis.

Diese Bildgeschichte zusammen mit dem Lied „Anker mit Herzschlag“ von Lobo Locco (Auschnitt) liegt mir ganz besonders am Herzen. War doch erst am Ende klar, was da vor mir lag. Wie so oft. Und ich gehe wieder hin um dann weit weg zu sein, bis es anders kommt.

Climate Change: Umsonst und Draußen, Kunstareal München

Das Lichterlebnis in München | bis 14.Februar 2021, täglich 17 bis 21 Uhr.

München bietet im Kunstareal eine Lichtinstallation. Es wird, so heißt es in der Ankündigung, die an diesem Ort einmalige Verbindung aus Kunst, Kultur und Wissen durch Licht- und Videoinstallationen in Szene gesetzt. Die Ausstellung findet Corona bedingt umsonst und draußen statt. Die Natur, mit keinem Wort als Künstler erwähnt, begleitet mich bei meinem Besuch. Der Schnee schmilzt. Meine Füße stehen im Matsch. Ich mach mir beim Gehen meine Gedanken über die Kunst und Kultur und das einmalige Wissen, das hier zusammen findet, und, ach ja, da war doch noch was: Klimawandel – und Post Corona wird es ernst. Auf der Gabelbergerstrasse stauen sich die Autos. Scheinwerfer strahlen in den verregneten Himmel hinein. Ich fotografiere und sehe in der aufkommenden Dunkelheit noch etwas anderes, was hier unaufhörlich mitgestaltet.

„Mit einer Inszenierung der besonderen Art präsentiert die Landeshauptstadt München das Kunstareal in diesem Winter. Beeindruckende Licht- und Videoinstallationen laden zu Streifzügen vom Königsplatz bis zu den Pinakotheken und bringen das Kunstareal mit seinen achtzehn Museen und Ausstellungsräumen, international renommierten Hochschulen und einer Vielzahl an Kulturinstitutionen zum Leuchten. Besucher*innen können so die räumliche Gesamtheit des Kunstareals erleben. Gleichzeitig wird die an diesem Ort einmalige Verbindung aus Kunst, Kultur und Wissen durch Licht- und Videoinstallationen in Szene gesetzt.“

https://kunstareal.de/lichtaktion

„Ab Einbruch der Dämmerung inspiriert die Lichtaktion zu einem Besuch im Kunstareal, lädt ein zum Flanieren und bietet Aufenthaltsqualität, aber auch Orientierung … „

https://kunstareal.de/lichtaktion

Der kurze Schee vergeht im Regen. Climate Change: Umsonst und Draußen, Kunstareal München am 28.1.2021. Ein etwas anderer Lichtblick.

WaldRaumSchneeKugeln

Spiele

InsideOut. Umsonst & Draußen.

Mit Licht in die Dunkelheit

Die Natur. Eine einmalige Verbindung geht seinen Weg.

Climate Change: Umsonst und Draußen. Eine einmalige Verbindung aus Kunst, Kultur, Wissen und Natur wird durch Licht- und Videoinstallationen in Szene gesetzt.

Hochries

So weit sie in der Dämmerung zu sehen vermochten, lag überall der flimmernde Schnee hinab, dessen einzelne winzige Täfelchen hie und da in der Finsternis seltsam zu funkeln begannen, als hätte er bei Tag das Licht eingesogen, und gäbe es jetzt von sich.

Adalbert Stifter, Bergkristall

In die Dämmerung, Hochries 21.1.2021

ein stein im mangfallgebirge

Über den Wolken wo die Freiheit noch grenzenlos ist.

Wie im Traum sind wir für einem Tag den grauen Niederungen entflohen. Eine gute Stunde vom Bahnhof gelaufen und es war alles anders. Dort oben war es ganz klar.

Auf dem Breitenstein, 1622 m im Mangfallgebirge. Eine Diaschau mit 32 Bildern über den Wolken und „Day Of Snow“ von Dee Yan Key.

Föhnsturm

Vom Spitzing Sattel über den Schönfeldkopf zur Rotwand.

»Wenn jedes Werkzeug auf Geheiß oder auch vorausahnend das ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie des Dädalus Kunstwerke sich von selbst bewegten, oder die Dreifüße des Hephästus aus eigenem Antrieb an die heilige Arbeit gingen, wenn so die Webeschiffe von selbst webten, so bedürfte es weder für den Werkmeister der Gehilfen noch für die Herren der Sklaven.« Der Traum des Aristotels ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen Gliedern, mit wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig und von selbst ihre heilige Arbeit und doch bleibt der Geist der großen Philosophen des Kapitalismus nach wie vor beherrscht vom Vorurteil des Lohnsystems, der schlimmsten aller Sklavereien. Sie begreifen noch nicht, dass die Maschine der Erlöser der Menscheit ist, der Gott, der den Menschen von den „sordidae artes“ und der Lohnarbeit loskaufen, der Gott, der ihnen Muße und Freiheit bringen wird.

Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit. Schweizerische Genossenschaftsbuchdruckerei, Hottingen-Zürich 1884, Seite 30.

Das Recht auf Faulheit. Wieviel Arbeit braucht der Mensch? Wenn eine Familie mehr als 40 Stunden Lohnarbeit verrichten muss, wurde sie unter dem Namen der Gleichberechtigung klammheimlich hintergangen.

Mit weniger Arbeit haben wir mehr Zeit uns langsamer fortzubewegen. Das Auto endgültig vom Dientsplan des Alltäglichen streichen. Es kehrt Ruhe in den Städten ein. Und wir müssen weniger vom Lärm fliehen.

Der Parkplatz am Spitzumngsattel ist halb voll, an einem Wochentag, kein sonniger Herbstag. Die Herausforderung der Zukunft ist, unsere Ressourcen nachhaltig einzusetzen, nicht schneller und mehr, sondern langsam und weniger, mit der Bahn statt mit dem Auto. Können wir umdenken lernen? Und dann anders handeln?