Zwei Haubentaucher auf der Durchreise

Spaziergang um den Olympiasee in München. Ein gern gesehener Gast auf der Durchreise zeigt sich in der Dämmerung. Das Haubentaucherpaar hat ihr winterliches Schlichkleid schon hiner sich gelassen. Das Vogelpaar ist auf der Suche nach einem Gewässer mit Schilfgürtel für die Brutpflege.

Beim Haubentaucher (Podiceps cristatus) sind in seinem Prachtkleid die Stirn, der Scheitel und der Nacken schwarz. Die Kopfseiten- und die Nackenfedern sind verlängert und richten sich bei Erregung auf. Zwischen der schwarzen Kopfoberseite und dem Auge verläuft ein heller Streifen. Die Wangen sind weiß. Die verlängerten, kastanienbraunen Ohr- und unteren Wangenfedern, die bei Erregung auch gespreizt werden, bilden einen schwarz umrandeten Kragen. Der hintere Hals ist grauschwarz, die Halsseiten und der vordere Hals dagegen weiß. Die Körperoberseite ist bräunlich schwarz mit rötlichen Körperseiten. Die Körperunterseite und die Brust sind weiß. Die Handschwingen sind braungrau, wobei die Unterseite heller ist und eine weiße Basis aufweist. Die Armschwingen dagegen sind entweder vollständig weiß oder weisen dunkle Flecken auf den Außenfahnen auf.

Die Vollmauser vom Prachtkleid ins Schlichtkleid beginnt bereits während der Brutzeit im Juni und kann sich bei einzelnen Individuen bis in den Dezember hinziehen. Sie ist in der Regel jedoch bereits Ende September oder Oktober abgeschlossen. Haubentaucher verlieren während dieser Mauser alle Handschwingen gleichzeitig und sind dann für etwa vier Wochen nicht flugfähig. Männchen beginnen mit dieser Mauser in der Regel etwas früher als die Weibchen. Die Mauser vom Schlichtkleid ins Prachtkleid beginnt bereits in den Überwinterungsgebieten und ist bei adulten Vögeln Ende März bis Anfang April abgeschlossen. (siehe auch Wikipedia)